MENSCH ÄRGERE DICH NICHT!

by myfeegood.blog * 5. März 2017

 

 

Diesen Post einer Freundin – Bloggerin (https://erfolgdurchharmonie.wordpress.com/) Yogalehrerin (http://www.erfolg-durch-harmonie.at/ und https://www.facebook.com/raniyogawien/), Lungentransplantierte und Forever Aloe Vera-Kollegin habe ich am 1. März in Facebook gelesen und seither denke ich darüber nach und habe beschlossen, es heute mit Euch zu teilen:

 

...wenn der Verzicht auf Süßes, Fleisch und Alkohol keine Herausforderung mehr ist, weil man ohnehin gerne darauf verzichten kann... worauf verzichtet man dann?

Ich faste dieses Jahr Ärger oder anders ausgedrückt ich übe Gelassenheit

40 Tage lang üben,  kurz darüber nachzudenken ob ich mich jetzt wirklich über den Menschen oder das Ding oder die Situation ärgern möchte...

DAS ist meine Herausforderung! :)

Was ist Deine?
#fastenzeit #gedankenkontrolle #raniyoga #verzichtaufaerger

 

Der Post hat etwas angerührt in mir, denn normalerweise wenn ich mich ärgere, denke ich sehr lange über das nach, was mich ärgert aber ehrlich gesagt nie über das Ärgern an und für sich.

Und wenn ich das jetzt doch einmal tue, fällt mir sofort auf, ich ärgere mich fast täglich, meist sogar mehrmals, über irgendetwas. Ärger ist eine spontane, innere, negativ-emotionale Reaktion, ein Affekt,  auf eine unangenehme oder unerwünschte Situation, Person oder Erinnerung unterschiedlichster Intensität. Intensiver Ärger ist Wut und spätestens wenn wir die empfinden, können wir keinen klaren Gedanken mehr fassen. Und wir schreien förmlich nach Vergeltung und Rache.

Ärgerlich am Ärger ist, dass man sich selbst schadet ohne etwas an dem zu ändern, worüber man sich ärgert. Denn der Ärger schadet auch unserem Körper. Wenn man z.B. versucht den Ärger zu unterdrücken und in sich hineinzufressen, dann reagiert unser Körper mit Kopfschmerzen, Magenschmerzen, Bluthochdruck oder Rückenschmerzen und auf längere Zeit gesehen, sogar mit härteren Bandagen, wie z.B.: Herzinfarkt, denn bei starkem Ärger wird Adrenalin ausgeschüttet und wird das nicht abgebaut, schädigt es das Herz.

Aber auch Menschen, die ihrem Ärger Luft machen, sind nicht besser dran, angeblich haben diese eine kürzere Lebenserwartung als die „Ärgerschlucker“.

Nun, was ist jetzt das richtige Mittel gegen Ärger? Wir haben es im Post gelesen: Wir sollten uns in Gelassenheit üben! Aber was heißt Gelassenheit und wie üben wir Gelassenheit?

  • Gib mir die Gelassenheit, die Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann.
  • Den Mut und die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann.
  • Und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

 

Der Schlüssel zu Gelassenheit beginnt im Kopf

Gelassenheit ist ein Gefühl von Ruhe und Ordnung im Kopf, von Souveränität und Angstfreiheit. Ärger und Wut hingegen schafft Unordnung im Kopf und Ohnmacht. Gelassenheit bringt uns unser Handlungsfähigkeit zurück.

Der meiste Ärger entsteht vermeintlich durch andere Menschen. Sie allein entscheiden jedoch, ob Sie dem Anderen so viel Macht über sich geben wollen, dass er Sie provozieren und emotional belasten kann. Es ist nie die Sache an und für sich, die den Ärger verursacht, sondern immer die Bedeutung, die wir ihr geben!

 

  1. Wahrnehmen statt interpretieren:
    Prüfen Sie Ihre Wahrnehmung: Ist das wirklich so schlimm? Was ist real passiert und was interpretiere ich hinein?

     
  2. Wahlfreiheit zur Entscheidung nutzen:
    Auch wenn Sie meinen, der Andere zwingt Sie zu einem bestimmten Verhalten, machen Sie sich klar, Sie haben immer die Wahl, wie Sie sich entscheiden.

     
  3. Ausgleich schaffen:
    Betreiben Sie Sport, machen Sie Yoga, meditieren oder imaginieren sie und bauen Sie dadurch Negativenergie ab.

     
  4. Setzen Sie Grenzen und lernen Sie „NEIN“ sagen:
    Warten Sie nicht ab, bis Sie heillos überfordert sind, zeigen Sie Stärke dadurch, dass Sie rechtzeitig Ihre Grenzen zeigen, dann werden sie von anderen auch eher respektiert.

     
  5. Sofortmaßnahmen einsetzen statt blinder Reaktion:
    Atmen Sie tief durch und zählen Sie mindestens bis 10 bevor Sie reagieren oder gehen Sie bewusst hinaus aus der Situation und begeben Sie sich auf die Metaebene. Betrachten Sie die Situation und auch sich selbst einige Sekunden von außen.

     
  6. Reframing: Den Dingen eine andere Bedeutung geben.
    Keiner von uns weiß, wozu ein bestimmtes Ereignis gut ist. Was heute bedrohlich wirkt, kann sich morgen als Glücksfall herausstellen. Nichts schafft mehr Gelassenheit, als sich klarzumachen, dass unsere Reaktion auf ein Ereignis eine subjektive Bewertung ist, die im nächsten Moment schon wieder ganz anders aussehen kann. Begrüßen Sie deshalb jede Situation und auch Ihre emotionale Reaktion darauf zunächst einfach und denken Sie an die folgende Geschichte:

Wer weiß ….., wer weiß, wozu es gut ist?

Ein alter Mann lebte zusammen mit seinem einzigen Sohn auf einer kleinen Farm. Sie besaßen nur ein Pferd, mit dem sie die Felder bestellen konnten und kamen gerade so über die Runden.

Eines Tages lief das Pferd davon. Die Leute im Dorf kamen zu dem alten Mann und riefen „Oh, was für ein schreckliches Unglück!“ Der alte Mann erwiderte aber mit ruhiger Stimme: „Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?“

 

Eine Woche später kam das Pferd zurück und führte eine ganze Herde wunderschöner Wildpferde mit auf die Koppel. Wieder kamen die Leute aus dem Dorf: „Was für ein unglaubliches Glück!“ Doch der alte Mann sagte wieder: „Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?“

 

In der nächsten Woche machte sich der Sohn daran, eines der wilden Pferde einzureiten. Er wurde aber abgeworfen und brach sich ein Bein. Nun musste der alte Mann die Feldarbeit allein bewältigen. Und die Leute aus dem Dorf sagten zu ihm: „Was für ein schlimmes Unglück!“ Die Antwort des alten Mannes war wieder: „Wer weiß…, wer weiß schon, wozu es gut ist?“

 

In den nächsten Tagen brach ein Krieg mit dem Nachbarland aus. Die Soldaten der Armee kamen in das Dorf, um alle kriegsfähigen Männer einzuziehen. Alle jungen Männer des Dorfes mussten an die Front und viele von ihnen starben. Der Sohn des alten Mannes aber konnte mit seinem gebrochenen Bein zu Hause bleiben.

„Wer weiß…, wer weiß, wozu es gut ist?“

 

Aus: Der Pfad des friedvollen Kriegers

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